Die Wahrheit über ein Schweizer Callcenter – In 10 Minuten zum Traumjob


Hallo liebe tellows-Freunde,

hieß es bei euch die letzten Tage auch wieder „Einen schönen guten Tag, haben Sie einen Augenblick Zeit für eine kurze Umfrage?“ oder „Guten Tag, wir haben folgendes Angebot für Sie“, dann wird schnell klar, es können nur lästige Werbeanrufe von Callcentern sein. Wer wollte schon immer mal wissen, wie es zu solchen Anrufen kommt und wie die Vorgehensweisen bei einem Callcenter sind – der findet im folgendem Artikel die Antworten.

In der letzten Zeit sollen vor allem in Gratis-Anzeigern, wie zum Beispiel der Barni Post oder dem Anzeiger Luzern, aber auch im Tages-Anzeiger vermehrt Jobangebote der Versandgroup Holding AG zu finden sein. In den Jobanzeigen werden für spannende und abwechslungsreiche Aufgaben Telefonisten gesucht.

Quelle Foto: Zentral+

Es wird eine gründliche Schulung für den Verkauf von einzigartigen und beliebten Produkten über das Telefon angeboten. Dies beweist auch, warum die Einleitungstexte von Callcenter Mitarbeitern alle gleich klingen. Das Online-Magazin Zentralplus der Zentral Schweiz klärt auf. In einem Artikel berichtet das Magazin über einen Blick hinter die Kulissen eines Schweizer Callcenters. Die Mitarbeiter von Zentral+ haben sich den Spaß erlaubt und haben sich auf eine Jobanzeige beworben und siehe da es ging schneller als gedacht. Auf die telefonische Bewerbung folgte sogleich ein zehnminütiges Bewerbungsgespräch. Wenig später wurde für ein Probearbeitstag zugesagt. Laut Angaben von Zentralpuls müssen sich die neuen Mitarbeiter zuerst einige Schulungsunterlagen und Tonbandaufnahmen von Verkaufsgesprächen zu Gemüte führen, bevor sie sich dann selbst als Telefonverkäufer versuchen dürfen.

Welches Material beinhalten die Schulungsunterlagen?

Zum einen ist es natürlich ausdrücklich verboten, dass Material mit nach Hause zu nehmen oder für den privaten Gebrauch zu verwenden. Und zum anderen wird ausdrücklich vorgeschrieben, was die Telefonisten den Gesprächspartnern am anderen Ende der Leitung zu berichten haben. Jetzt wissen wir auch, warum sich die Telefonate von Callcentern alle gleich und wie auswendig gelernt an hören.

Um die Anrufe zu tätigen wählen Computer anscheinend rein zu fällig Telefonnummern aus der ganzen Schweiz aus. Das hier beschriebene Callcenter telefoniert aber anscheinend ausschließlich mit älteren Menschen, daher kann hier nicht unbedingt von Zufall gesprochen werden. Die geführten Gespräche werden teilweise vom Vorgesetztem mitgehört. Ist der Vorgesetzte mal nicht selbst an der Leitung gibt er seinen Mitarbeitern ständig Tipps, wie sie die potenziellen Kunden noch geschickter um den Finger wickeln können.

Auch für Nutzer unserer tellows Community sind Anrufe des Callcenters, das vermutlich für die Versandgroup Holding AG Anrufe tätigt keine Seltenheit. Laut Angaben unserer Nutzer sollen angeblich folgende Nummern dazu gehören:

1. 0715550291 mit 41 Kommentaren und 14625 Suchanfragen. tellows Score: 8
2. 0715550278 mit 5 Kommentaren und 4207 Suchanfragen. tellows Score: 6
3. 0715550263 mit 2 Kommentaren und 3479 Suchanfragen. tellows Score: 7

Über diese Anrufe sind die Nutzer geteilter Meinung. Einige beschweren sich über lästige Werbeanrufe, die trotz des Sterneintrages im Telefonbuch getätigt werden und andere Nutzer sind voll und ganz mit den verkauften Produkten zufrieden. Der Nutzer WiWack ist folgender Meinung.

Telefon-Verkauf rufen uns immer wieder an von dieser Nr. –> 071 555 02 91 <-- an, obwohl wir einen * - Eintrag haben bei den Telefonnummern. Eine Firma, welche auf diese Weise die Kündenwünsche missachtet ist uns nicht willkommen, da bestellen wir sicher nichts. 0715550291 = unseriös.

Maschen der Mitarbeiter

Damit potentielle Käufer noch schneller in ein Verkaufgespräch verwickelt werden, soll häufig auf Falschinformationen zurück gegriffen werden. Oft wird auf nicht eingelöste Gutscheine oder auf Informationbroschüren aufmerksam gemacht. Diese Broschüren sollen angeblich kürzlich per Post versendet worden sein. Die Wahrheit ist allerdings, dass weder Gutscheine noch Infobroschüre je existiert haben. Dies machen sich die Callcenter Mitarbeiter gleich zu Nutzen, in dem sie die Artikel am Telefon bewerben. Dies kann man den Angaben des Artikels des Online-Magazins entnehmen.

Quelle:

, , , , ,

  1. Bisher keine Kommentare.
(wird nicht veröffentlicht)

  1. Bisher keine Trackbacks.